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Schreckgespenst Basel II zeigt Wirkung | Tourismusbanker Franz Hartl: Immer mehr Klein- und Mittelbetriebe versuchen ihr Bilanzbild mit mehr Eigenkapital aufzupeppen
Franz Hartl: "Es fließt mehr privates Kapital. Mit einer verbesserten Ertragslage könnte die Steigerung des Eigenkapitals nicht begründet werden."
Zum Thema
Basel II: 38 Prozent der Betriebe haben noch nie davon gehört
Wien - Obwohl die Eigenkapitalausstattung vieler Klein-und Mittelbetriebe (KMUs) noch immer armselig ist, zeichnet sich da und dort eine langsame Besserung ab. Immer mehr Betriebe versuchen, ihr Bilanzbild nachhaltig aufzupolieren, registriert Franz Hartl, Direktor der Österreichischen Tourismusbank (ÖHT) im Gespräch mit dem STANDARD.
Angst
Der Banker macht vor allem die neuen Eigenkapitalvorschriften für Banken (Basel II) und die daraus resultierende Angst der Betriebe vor härteren Kreditbandagen für diese Bestrebungen verantwortlich. Was nicht verwundert, da die Eigenkapitalquote eine der wesentlichen Kennzahlen bei der Beurteilung des Kreditrisikos ist. Am Beispiel der ÖHT-eigenen Klientel bedeute dies "eine erstmals bessere Eigenkapitalausstattung von minus 1,5 Prozent bei den Häusern der gehobenen Hotellerie". Im Vergleich dazu lag dieser Wert vor drei Jahren noch bei minus neun Prozent. Diese Steigerung kann aber nicht mit einer augenfällig besseren Ertragslage begründet werden; ein Faktum, dass sich im übrigen nicht auf die Fremdenverkehrsbranche allein beschränke, sondern auch in anderen Sparten registriert wird.
Da die Steuerbefreiung des Eigenkapitalzuwachses erst im heurigen und in den folgenden Bilanzjahren schlagend wird, könne auch dies noch nicht maßgeblich für die sich abzeichnende leichte Besserung verantwortlich sein, so der ÖHT-Direktor.
Für ihn ist deshalb nahe liegend, dass hier "stark privates Kapital eingebracht wird." Eigenkapitalstärkende Maßnahmen seien zudem durch die Möglichkeit der steuerfreien Schenkung von Sparbüchern erleichtert worden. Diese "Amnestie" habe vieles ins Rollen gebracht, heißt es.
Umwandlung privater Darlehen
Als Kapitalquelle wird auch die Umwandlung von privaten Darlehen in Eigenkapital genannt. Außerdem würden nun Investitionen, die in der Vergangenheit - um Ertragssteuer zu vermeiden - eher als Reparaturen dargestellt wurden, verstärkt aktiviert.
Und nobel ausgedrückt: Die Entnahmen würden vermehrt "besser an die wirkliche Leistungsfähigkeit des Unternehmens angepasst."
Peter Voithofer, stellvertretender Direktor der KMU Forschung Austria, stellt auf Anfrage jedenfalls fest, "dass nach den Großunternehmen nun auch immer mehr Klein- und Mittelbetriebe von den Banken dazu motiviert werden, ihre Bilanzen rascher zu erstellen." Dies deshalb, weil sich die Geldinstitute mit Blick auf Basel II ihr Portfolio noch besser anschauen. Laut einer von der Wirtschaftskammer in Auftrag gegebenen aktuellen market-Umfrage haben Bankinstitute bei zwölf Prozent der in den letzten zwölf Monaten abgelehnten oder verteuerten Kredite dies mit Basel-II-Vorgaben begründet. Bei jenen Unternehmen hingegen, die sich von den Kreditgebern gut behandelt fühlten, denen also ein Neukredit oder eine Kreditausweitung gewährt oder die Zinsen unverändert blieben bzw. gesenkt wurden, war für die Banken neben der Unternehmensstrategie und den Managementqualitäten, die Eigenkapitalquote primär ausschlaggebend.
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| Monika Bachmann "Der Standard" |
| Zurück zur ÜbersichtMittelstand sucht Finanzierungswege | Durch kapitalmarktorientiertere Finanzierung und durch die Zwänge von Basel II tut sich auch für heimische Unternehmen eine neue Vielfalt von Instrumenten auf
Linz - Wachstum finanzieren und optimale Grundlagen - also eine möglichst hohe Eigenkapitalquote - für günstige Bankkonditionen schaffen. Das sind die Herausforderungen für den Mittelstand infolge globalisierter Märkte und strikterer Bonitätsprüfung der Kreditinstitute. Damit wandeln sich die Finanzierungskultur, die Rolle der Banken und die Bedürfnisse der Unternehmen.
Die Ausgangslage: Eine Menge der so genannten mittelständischen Unternehmen ab 40 Mio. Umsatz ist zwar qualitativ kapitalmarktreif, für klassische Kapitalmarktinstrumente sind sie aber zu klein. Alle werden jedoch von ihren Banken geratet, also nach ihrer Bonität eingestuft, und erhalten darauf abgestimmt Kreditkonditionen.
Das schafft für alle die Notwendigkeit, sich als möglichst gute Schuldner zu präsentieren - ob für "klassische" Kredite oder für kapitalmarktorientierte Finanzierungslösungen.
"Kleiner" Mittelstandsbond
Bei einem Unternehmer-Workshop der Investkredit in Kooperation mit dem STANDARD zum Thema innovative Instrumente in der Unternehmensfinanzierung haben am Dienstagnachmittag beim Linzer Kunststoffrohr-Erzeuger Poloplast zwei Finanzvorstände gemeinsam mit den Investkredit-Finanzierungsexperten Gerhard Ehringer und Walter Riess ihre Wege zu Wachstum und besserer Eigenkapitalquote diskutiert: Klaus Dieter Zojer, Finanzchef bei Kunststoff-Komponentenerzeuger FACC, Entwickler und Zulieferer für die zivile Flugzeugindustrie (u.a. Airbus 380), und Robert Kastil, Finanzvorstand beim börsennotierten Familienunternehmen Rosenbauer, Ausrüster für Feuerwehren.
FACC, die heuer mit rund 800 Mitarbeitern 122 Mio. Euro Umsatz anpeilt, hat besondere Finanzierungserfordernisse aus hohen Vorlaufkosten in der Entwicklung und starkem Wachstum. Ihr Weg: Ein Mittelstandsbond im Volumen von 15 Mio. Euro im heurigen Juli, eine zweite Anleihe im selben Volumen ist für 2005 im Zuge der Vorbereitung einer strategischen Partnerschaft mit Boeing geplant.
Kleinanleihen
Die Investkredit sammelt dabei mehrere solcher "Kleinanleihen" von verschiedenen Unternehmen und hält sie bis zu einem angestrebten Gesamtvolumen von 300 Mio. Euro. Dann macht sie das Bündel via Credit Linked Notes internationalen Investoren zugänglich.
Rund 60 Millionen, so Walter Riess, habe die Investkredit bereits in diesem Portfolio. In zwei Jahren sollen die 300 Millionen zusammen sein. Solcherart erhalten kleine Anleihenemissionen, für deren geringe Volumen kein internationales Interesse geweckt werden kann, Zugang zum internationalen Kapitalmarkt.
Anders die Bedürfnisse des Feuerwehrausrüsters Rosenbauer International, der zuletzt zwar zwei Rekordjahre vorgelegt hat, zuvor aber eine schwierige Phase hatte: Nach einem Markteinbruch in Deutschland und Problemen mit der niederländischen Tochter war die Eigenkapitalquote 2002 auf ca. 18 Prozent abgesunken. "Sehr unerfreulich - auch im Hinblick auf die Börsennotiz", so Finanzchef Kastil.
Genussrechtskapital als Eigenkapital
Mithilfe von endfälligem Genussrechtskapital auf einen Zeitraum von acht Jahren - eine Sonderform des mezzaninen Kapitals, einer Mischform aus Eigen- und Fremdmittel, hat Rosenbauer das Eigenkapital auf wieder über 30 Prozent gebracht.
Das Genussrechtskapital wurde von der Investkredit so strukturiert, dass die Wirtschaftsprüfer dies als Eigenmittel anerkannten.
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| Karin Bauer "Der Standard" |
| Zurück zur ÜbersichtBasel II als Begründung für abgelehnte oder teurere Kredite | Nur 15 Prozent der Unternehmen fühlen sich ausreichend informiert
Wien - 38 Prozent der österreichischen Unternehmen haben von den geplanten neuen Eigenkapitalvorschriften für Banken und deren möglichen Auswirkungen auf die Kreditvergabe für Betriebe ("Basel II") noch nichts gehört.
Gewerbebetriebe am schlechtesten informiert
Am schlechtesten ist der Informationsstand unter den Gewerbebetrieben, wo jeder zweite Betrieb so gut wie nichts darüber weiß. Das geht aus einer von der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) in Auftrag gegebenen aktuellen market-Umfrage hervor. Von den insgesamt 61 Prozent der Unternehmen, die schon von Basel II gehört haben, fühlen sich 24 Prozent ausreichend informiert, 9 Prozent befürchten explizit negative Auswirkungen auf ihren Betrieb, 53 Prozent wollen als Reaktion auf Basel II Maßnahmen zur Stärkung des Eigenkapitals, zum Beispiel durch Aufdeckung stiller Reserven, setzen. 34 Prozent wollen darüber stärker mit ihrer Hausbank kommunizieren, 30 Prozent planen betriebswirtschaftliche Instrumente zu implementieren und 20 Prozent wollen die Förderfähigkeit von Projekten prüfen. 12 Prozent überlegen wegen Basel II den Wechsel ihrer Hausbank.
Basel II als Begründung für abgelehnte oder teurere Kredite
Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl appellierte an die Banken, Basel II nicht für restriktive Kreditvergaben zu missbrauchen. Laut der market-Umfrage haben die Banken bei zwölf Prozent der in den letzten zwölf Monaten abgelehnten oder verteuerten Kredite dies mit Basel II begründet. Befragt wurden Anfang August 300 österreichische Klein- und Mittelbetriebe (KMU).
In den letzten zwölf Monaten haben 14 Prozent der befragten Unternehmen um einen Kredit angesucht, davon hat jeder Zehnte keinen bekommen. 17 Prozent haben um eine Ausweitung des Kreditrahmens angesucht, bei 8 Prozent wurde die Ausweitung nicht bewilligt. Bei zwölf Prozent der Unternehmen, die Kredite laufen haben, hat die Bank auf Jahressicht die Zinsen erhöht, bei ebenfalls zwölf Prozent gesenkt, während 37 Prozent in den Genuss von unveränderten Zinsen kommen. 32 Prozent gaben an, keine Kredite laufen zu haben. (APA)
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| APA |
| Zurück zur ÜbersichtAuch das Ausland fordert Nachbesserungen an Basel II | Nicht nur in Deutschland, auch in vielen anderen Ländern werden Nachbesserungen an den neuen Vorschlägen des Basler Ausschusses für die geplante Eigenkapital-Übereinkunft gefordert. In einigen Ländern hat die öffentliche Diskussion über die Auswirkungen der geplanten Regeln auf kleinere Unternehmen, die in Deutschland schon vor langer Zeit begonnen hat, erst jetzt eingesetzt. Die Aufsichtsbehörden scheinen aber überall entschlossen, an dem derzeitigen Fahrplan festzuhalten, dem zufolge die neuen Regeln im Herbst 2003 verabschiedet werden und Ende 2006 in Kraft treten sollen.
Amerika befürchtet Verzerrungen
Die amerikanischen Banken erkennen zwar die Notwendigkeit einer Reform der Eigenkapitalvorschriften des Basler Akkords von 1988 an, sie halten die augenblicklichen Pläne aber für zu ehrgeizig und kompliziert. Ihre Kritik, verbunden mit der Befürchtung von Wettbewerbsverzerrungen zugunsten europäischer Banken, haben Bankenvertreter sowohl im Kongreß in Washington als auch gegenüber der an den Verhandlungen in Basel beteiligten amerikanischen Notenbank Federal Reserve (Fed) deutlich gemacht. Besonders mißfällt den Banken die geplante Vorschrift, auch ihre sogenannten operationellen Risiken zu messen und mit Eigenkapital zu hinterlegen. In dieser Risikoklasse sind auch mögliche Strafen aus Schadenersatzklagen von Schuldnern oder Mitarbeitern wegen Diskriminierung enthalten. Aufgrund der großen Neigung in Amerika zu Schadenersatzklagen drohe eine Belastung, die die Rentabilität erheblich beeinträchtigen würde, argumentiert der Bankenverband. Skeptisch werden auch deutsche Bemühungen beurteilt, die Eigenkapitalvorschriften für Kredite an mittlere und kleine Unternehmen nicht so streng zu fassen. Für derlei Ausnahmen gebe es keinen treffenden Grund, heißt es.
Die amerikanische Regierung plant, die neuen Standards nur für die zehn größten, international tätigen Banken verpflichtend zu machen. Es wird erwartet, daß sich zehn weitere Großbanken freiwillig anschließen werden. Nach Angaben der Fed werden durch die Teilnahme der 20 Banken rund zwei Drittel des inländischen und rund 99 Prozent des internationalen Geschäfts amerikanischer Banken erfaßt. Abgesehen davon gelten für die übrigen Banken nationale Vorschriften, die als vergleichsweise sehr streng gelten. Die Fed rechnet trotz der bestehenden Meinungsverschiedenheiten damit, daß die neuen Regeln wie vorgesehen Ende 2006 in Kraft treten können.
Geteiltes Echo in Japan
In Japan treffen die geplanten Basler Eigenkapitalregeln für Banken auf ein geteiltes Echo. Während die Finanzaufsicht FSA begrüßt, daß sie unter dem neuen Regelwerk größere Kontrollbefugnisse als bisher erhalten soll, heißt es bei einzelnen japanischen Banken, es seien Nachbesserungen der Vorschläge erforderlich. Das betreffe sowohl die angestrebte Eigenkapitalunterlegung von Beteiligungen an Unternehmen wie auch die angepeilten Kapitalregeln zur Absicherung ausgereichter Kredite. Nach Angaben der Aufsichtsbehörden sind das die wunden Punkte im Risikomanagement vieler Institute. Schieben sie doch seit dem Platzen der kreditfinanzierten Spekulationsblase Anfang der neunziger Jahre einen riesigen Berg notleidender Kredite vor sich her. Auch mußte seitdem der Beteiligungsbesitz der Banken an Unternehmen erheblich nach unten korrigiert werden.
Vor diesem Hintergrund kommen den Aufsichtsbehörden die angestrengten neuen Regeln in vielen Punkten entgegen. Zielen die Behörden in Tokio doch seit Monaten darauf, dem Finanzsystem eine stabilere Struktur zu verpassen. Sie treffen dabei auf erhebliche Widerstände von seiten des japanischen Bankenverbands und dessen politischer Lobby im Parlament. Vor allem um jene Faktoren, die beim Ausweis des Eigenkapitals der Banken herangezogen werden könnten, gibt es hinter den Kulissen heftige Diskussionen. Das wird nicht zuletzt die angestrebte Neuklassifizierung ausgereichter Kredite nach verschiedenen Risikograden und die entsprechende Unterlegung mit Eigenkapital tangieren. Hier sehen die Japaner auf internationaler Ebene noch Verhandlungsbedarf.
Die Regierung in Tokio will bis 2005 die Lage der heimischen Banken grundlegend verbessert sehen. Von Seiten der FSA wird daher darauf gezielt, Basel II bis 2006 in Kraft treten zu lassen. Es soll dann vor allem auf die international arbeitenden Banken angewandt werden. Die regional tätigen Institute werden abgeschwächteren Regeln unterworfen. Während die weltweit tätigen japanischen Banken ihre offenen Positionen auch weiterhin im Durchschnitt mit nicht weniger als insgesamt acht Prozent an eigenen Mitteln unterlegen müssen, sind es bei den innerhalb der Landesgrenzen arbeitenden Banken mindestens vier Prozent. Mehr als 80 Prozent der in Japan ausgereichten Kredite gehen an kleine und mittelständische Unternehmen. Die japanischen Behörden setzen sich derzeit vor allem dafür ein, daß die bisherige Finanzierung des unternehmerischen Mittelstands durch Regionalbanken auch bei veränderten Risikogewichtungen nicht negativ betroffen wird.
Kritik aus Italien
Italiens Schatzminister Giulio Tremonti hat vor wenigen Tagen Alarm geschlagen: Generell sei die Umstrukturierung unter dem Stichwort Basel II zu begrüßen, sagte er, doch äußerte er ansonsten nur Kritik. Der Zugang der für Italiens Wirtschaft wichtigen kleinen und mittleren Unternehmen zu Bankkrediten werde erschwert. Damit bestehe das Risiko, daß die Politik seiner Regierung zur Belebung der Konjunktur allein durch die neuen Regeln von Basel konterkariert werde. Schließlich gebe es auch Verzerrungen zu Lasten von Universalbanken.
Der italienische Bankenverband Abi versucht zum einen, die Banken und die Unternehmer auf die künftigen Veränderungen vorzubereiten. Zum anderen will er in den Verhandlungen weitere Vorteile für Kredite an kleine und mittlere Unternehmen erreichen: Bisher werde in dem Vertragsprojekt nicht ausreichend gewürdigt, daß für eine Bank ein Portfolio von Krediten an kleine und mittlere Unternehmen mehr Diversifikation und geringere Risiken bedeuten könne als wenige Kredite an Großunternehmen. Die Daten über die Kreditrisiken der verschiedenen Unternehmenstypen seien überdies verzerrt, da sie von großen internationalen Banken stammten. Würde man dagegen für das Datenmaterial, das für die Berechnungen der Kreditrisiken maßgeblich ist, auch die Daten von nationalen Instituten und kleinen Regionalbanken heranziehen, ergäben sich niedrigere Risiken etwa bei der Vergabe von Krediten an mittlere Unternehmen. Die Bankenverbände in Großbritannien und Frankreich wollten sich am Dienstag nicht äußern. Man benötige noch Zeit zur Analyse des neuen Konsultationspapiers sowie der dritten Auswirkungsstudie, hieß es auf Anfrage.
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| FAZ |
| Zurück zur ÜbersichtBasel II wirft schon seinen Schatten voraus | Das durchschnittliche Rating von europäischen Unternehmen, die von der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) bewertet werden, hat sich im Laufe der letzten Jahre kontinuierlich verschlechtert. Betrug das Rating der 349 bewerteten Unternehmen 1998 im Schnitt noch A-, fiel es bis 2002 um zwei Stufen auf BBB zurück.
Die Zahl der gerateten Unternehmen erhöhte sich gleichzeitig auf 569, worunter sich auch über 30 heimische Unternehmen befinden. Der Anteil der Unternehmen mit stabilem Rating ging von 86 auf 69 Prozent zurück.
"Die fallende Tendenz hält weiter an", sagte Maria Bissinger, S&P-Bereichsleiterin Unternehmensratings in der Frankfurter Zweigstelle. Sie macht dafür unter anderem die gestiegene Akzeptanz einer höheren Verschuldung verantwortlich. Immer mehr Investoren seien auf der Suche nach besseren Renditen, die bei schlechter gerateten Unternehmen möglich seien.
Gleichzeitig sei es in den letzten Jahren bei den Unternehmen zu einer Veränderung der Kapitalstruktur gekommen, so Bissinger weiter. Die Finanzierung über Fremdkapital sei deutlich stärker angestiegen als die Eigenkapitalfinanzierung. Während sich seit 1998 das Eigenkapital der von S&P gerateten Unternehmen nur um 22 Prozent erhöht hat, ist der Anteil der Anleihen um 213 Prozent und jener der Commercial Papers (kurzfristiges Fremdkapital bis 364 Tage Laufzeit) um 180 Prozent angestiegen.
Das Volumen der Bankkredite erhöhte sich dagegen im gleichen Zeitraum nur um 86 Prozent, was Bissinger vor allem auf die verschärften Eigenkapitalvorschriften für Banken durch Basel II zurückführt. Diese hätten zu einer restriktiveren Haltung der Banken bei der Kreditvergabe geführt.
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| OÖ-Nachrichten |
| Zurück zur ÜbersichtRatingagenturen - der Meister soll wieder Gehilfe werden | Wien - Europas Manager geraten von den weltweit agierenden Bonitätswächtern Standard &Poor's (S & P), Moody's und Fitch zunehmend unter Druck. Immer mehr Unternehmen verlieren ihre guten Bonitätsnoten. Zuletzt stufte S &P den deutschen Stahlriesen ThyssenKrupp wegen der großen Lücken im Pensionssystem zurück. Der Aktienkurs brach ein, die Kredite verteuern sich nun. Die Kritik der betroffenen am Oligopol der Bonitätsbewerter fällt entsprechend scharf aus. Durch die neuen Eigenkapitalregeln (Basel II) dringen solche Bewertungen auch in den heimischen Mittelstand vor, denn Banken benützen solche Ratingkataster auch für die Vergabe kleinerer Kredite - und deren Preis. Große Investoren, Investment- und Pensionsfonds dürften wiederum nur bis zu einer bestimmten Bonitätsnote in Unternehmensanteile investieren, Fondsgesellschaften gruppieren mittlerweile ganze Produktgruppen - etwa Anleihenfonds - um Ratingklassen. Damit wächst das Unbehagen an der Dominanz der Ratingagenturen, die somit eigentlich das Szepter der Finanzmärkte in der Hand halten. Obwohl: Pleiten wie Enron und Worldcom oder der argentinische Staatsbankrott waren aus den Boitätsbewertungen nicht abzusehen. Nun untersuchen die US-Börsenaufsicht SEC und auch der Kongress, wie es um Wettbewerb und Unabhängigkeit der Ratingagenturen bestellt ist. Eigentlich hätte bereits Ende März ein Bericht vorliegen sollen. Experten sehen zwei prinzipielle Auswege: Einerseits könnte die SEC den Ratingagenturen striktere Auflagen und Kontrollen verordnen und zusätzliche Beratungsmandate - wie bei den Wirtschaftsprüfern nach den Bilanzskandalen geschehen - verbieten, und dazu mehr Wettbewerb fördern. Das ist in der Vergangenheit gescheitert, denn wann immer ein neuer Anbieter die Anforderungen erfüllt hatte, wurde er von den Großen geschluckt. Andererseits könnten SEC und Kongress die Agenturen auch völlig aus der Regulierung entlassen und damit breiten Wettbewerb ermöglichen, gleichzeitig damit aber die Bedeutung von Bonitätsbewertungen schwächen. Dafür optiert eine Reihe britischer Marktexperten. Dass Investoren damit einer gewissen Schutzfunktion verlustig gingen, lassen sie nicht gelten. Schließlich sei auch eine Verordnung, dass Aktiensparer nur Aktien mit der Analystennote "Kaufen" erwerben dürften, kein Anlegerschutz. (DER STANDARD Print-Ausgabe, 2.5.2003)
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| Karin Bauer |
| Zurück zur ÜbersichtGeberit AG's Sound Results Take Long-Term Credit Rating to 'BBB'; Outlook Stable | PARIS (Standard & Poor's) Aug. 1, 2002--Standard & Poor's Ratings Services said today that it has raised its long-term corporate credit rating on sanitary plumbing systems supplier Geberit AG to triple-'B' from triple-'B'-minus, following the release of half-year results. The outlook is stable. "The upgrade reflects the company's steady operating performances and consistent ability to generate solid free operating cash flow--as demonstrated by its interim figures--and Standard & Poor's expectation that Geberit will continue to maintain adequate credit measures in the future, while possibly strengthening its business profile through a moderate acquisition strategy," said Standard & Poor's credit analyst Xavier Buffon.
With sales of Swiss franc (SFr) 641 million (€440 million) in the first half of 2002, Geberit is Europe's leading supplier of sanitary plumbing systems and one of the few Pan-European players in the sanitary products industry.
Despite still challenging market conditions in the German construction sector (Germany accounts for about 35% of total sales), Geberit posted 0.2% like-for-like growth in Germany over the first six months of 2002, compared with a 9% drop like-for-like in the full-year 2001. Overall, sales increased by 2.4% in the first half, and 4.9% like-for-like. The EBITDA margin increased slightly to 25.7% from 25% over the same period of 2001, and the group continued to generate solid free operating cash flow of SFr87 million.
"Standard & Poor's expects Geberit to consistently generate healthy free cash flows--after working capital and capital expenditures--in the future. The group's strong financial profile should allow it to accommodate a moderate external growth strategy within the new rating category," added Mr. Buffon.
| A complete list of rating actions is available to subscribers of RatingsDirect, Standard & Poor's Web-based credit analysis system, at www.ratingsdirect.com. The list is also available on Standard & Poor's public Web site at www.standardandpoors.com; under Rating Actions, select Newly Released Ratings Listings. Alternatively, call the Standard & Poor's Ratings Desk in Paris at (33) 1-4420-6705.
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| Xavier Buffon, Paris (33) 1-4420-6675; Nicolas Bau |
| Zurück zur ÜbersichtNestlé's 'AAA/A-1+' Ratings Affirmed on Chef Acquisition; Outlook Negative
| LONDON (Standard & Poor's) Aug. 6, 2002--Standard & Poor's Ratings Services said today that it has affirmed its triple-'A' long-term and 'A-1'-plus short-term corporate credit ratings on Nestlé S.A., following the announcement that the Switzerland-based food group will acquire the assets of Chef America Inc., a leading U.S. frozen food manufacturer, for a total cash consideration of $2.6 billion. The outlook is negative. "The acquisition will delay the restoration of Nestlé's financial profile, which is currently weak for the rating category. Nevertheless, Standard & Poor's expects the group to achieve financial measures commensurate with the ratings--including funds from operations to net debt exceeding 90%--no later than the end of first-half 2004," said Standard & Poor's credit analyst Vincent Allilaire.
Coverage of net debt by funds from operations was 46% at year-end 2001. Since then, however, the group has benefited from its free cash flow generation, and from the proceeds of the IPO of its Alcon Inc. subsidiary. At Swiss franc (SFr) 4.1 billion ($2.56 billion), these proceeds are in line with the acquisition amount.
Nestlé intends to participate in the ongoing consolidation of the food industry. "Despite the stable and cash generative nature of its businesses and potential asset disposals, the group's scope for debt-financed acquisitions or share buybacks in the medium term is constrained at the current rating level by the necessary timely restoration of its financial profile," added Mr. Allilaire. Nestlé's management is committed, however, to restoring debt measures to very strong historical levels.
The restoration of Nestlé's financial profile will arise from the group's existing strong discretionary cash flow generation (€2 billion in 2001), and from the increasingly active management of its portfolio of brands and assets, which allows for various disposal opportunities.
The business to be acquired, which holds about 50% of the U.S. frozen snack market, a fast-growing and cash-generative segment, complements Nestlé's existing position in U.S. food manufacturing. The acquisition is subject to approval by U.S. regulatory authorities.
Nestlé's ratings are underpinned by its very strong brands, diversified product portfolio, leading market shares worldwide in most product lines, and extensive geographic diversification.
With sales of SFr21.3 billion in first-quarter 2002, Nestlé is the largest player worldwide in the branded- and packaged-food industry. Although the sector is stable and cash generative, it is facing heightened competitive pressure owing to limited volume growth and pricing flexibility in key developed markets, and to an increasingly consolidated retail environment.
| ANALYTICAL E-MAIL ADDRESSES
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| Credit Analyst: Vincent Allilaire, London (44) 20- |
| Zurück zur ÜbersichtNegativer Ausblick für den deutschen Schaden-/Unfallversicherungsmarkt
- Erste Anzeichen einer Kehrtwende in der Kraftfahrtversicherung sowie schwache Kapitalmärkte - | London/Frankfurt (20. August 2002) -- Standard & Poor's Ratings Services behält den negativen Ausblick für den deutschen Schaden-/ Unfallversicherungsmarkt auch für das Jahr 2002 bei. Zur Begründung führt die internationale Ratingagentur insbesondere einen sich wieder abzeichnenden Prämienabrieb in der Kraftfahrtversicherung, die anhaltenden schwachen globalen Kapitalmärkte sowie die zusätzlichen Schadenbelastungen durch die Flutkatastrophe an.
"Der negative Ausblick, der darauf hinweist, dass die Zahl der Herabstufungen die Zahl der Heraufstufungen wahrscheinlich übersteigen wird, spiegelt den starken Druck im fragmentierten deutschen Schaden-/Unfallversicherungsmarkt (S/UV) wider," sagt Karin Clemens, Analystin bei Standard & Poor's Ratings Services.
Die Kraftfahrtversicherung umfasst mit 42% den größten Anteil an den Gesamtprämien der S/UV in 2001 und ungefähr das Doppelte der zweitplazierten Gebäudeversicherung. "Es gibt erste Anzeichen im Kraftfahrtversicherungsbereich, dass der Zyklus der Prämienerhöhungen, und die damit angestrebte Rückkehr zu risikoadäquaten Prämien, nach nur zweieinhalb Jahren zu Ende geht. Das ist sehr beunruhigend." sagte Frau Clemens.
Sie fügte hinzu, dass der deutsche Kraftfahrt-Versicherungsmarkt nicht genügend Zeit zur Regenerierung hatte. Bei einer Rückkehr zu einem niedrigeren Prämienniveau wird dies für die gesamte S/U-Versicherungswirtschaft spürbar sein. "Der Anfang der Prämienerhöhungen in 1999 kam von einem sehr niedrigen Niveau. Obwohl inzwischen spürbare Erhöhungen durchgesetzt wurden, ist der derzeitige Prämienstand aus versicherungstechnischer Sicht nicht ausreichend. Ein Preiswettkampf in der Kraftfahrtversicherung zu diesem Zeitpunkt kann die finanzielle Stärke der Schaden-/Unfall-Versicherer beeinträchtigen."
Die Situation ist zudem von sehr schwachen globalen und insbesondere sehr volatilen deutschen Kapitalmärkten überlagert. Kleine und mittelgroße Versicherer, welche zu lokal konzentrierten Kapitalanlageportfolios tendieren, werden hiervon stärker beeinträchtigt sein als ihre größeren Mitbewerber. Diese weisen breiter gestreute Kapitalanlagen vor. Jedoch erfahren die meisten Versicherer Einbrüche in ihren Kapitalanlage-Kennzahlen.
"Die anhaltend schwachen Kapitalmärkte zwingen zu einer verstärkten Fokussierung auf die Versicherungstechnik. Obwohl viele Sparten-Schadenquoten eine Entlastung verspüren, ist es noch ein langer Weg, um die Technik nennenswert profitabel zu machen. Mit der Tendenz zu einer Kehrtwende wieder hin zum Preiswettkampf im Kraftfahrtbereich werden die bisher erreichten positiven Entwicklungen in der Versicherungstechnik in Frage gestellt," sagte Jörg Ritthaler, ebenfalls Analyst bei Standard & Poor's Rating Services.
Die derzeitigen Überschwemmungen im Südosten und Norden Deutschlands haben einen weiteren Einfluss auf die Schadenquote deutscher Schaden-/Unfall-Versicherer. Zuverlässige Schätzungen des Geamtschadens sind zur Zeit nicht erhältlich. Jedoch wird der versicherte Schaden deutlich unter dem ökonomischen Gesamtschadenniveau liegen, da viele Versicherungsnehmer insbesondere in der Gebäude- und Hausratversicherung nicht über diesen Versicherungsschutz verfügen. Zusätzliche Schadenbelastungen kommen aus den Bereichen Kraftfahrt und Industriegeschäft. Standard & Poor's wird die möglichen Auswirkungen auf das operative Ergebnis der Versicherer beobachten.
"Standard & Poor's hat Bedenken, ob die gegenwärtigen Preiserhöhungen im Industriegeschäft ausreichend sind. Erhöhte Schadenbelastungen können weitere Prämienanpassungen notwendig machen und die Profitabilität zumindest auf mittelfristige Sicht in Frage stellen," erläuterte Frau Clemens.
Der deutsche Schaden-/Unfallversicherungsmarkt bleibt fragmentiert. Die historisch gut kapitalisierten Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit werden weiterhin auf gutem Niveau kapitalisiert sein, und es ist unwahrscheinlich, dass es zu wesentlichen Konsolidierungserscheinungen kommt. Jedoch könnte der harte Wettbewerb im Lebensversicherungsmarkt kurzfristig Auswirkungen auf manche Kompositversicherer haben, wenn die Lebensversicherungssparte auf Unterstützung angewiesen ist.
Derzeit herrscht sehr viel Druck im deutschen Schaden-/Unfallversicherungsmarkt. Standard & Poor's ist insbesondere über die Tendenz im Kraftfahrt-Bereich und über die Zusammensetzung der Kapitalanlagen der kleinen und mittleren Versicherer besorgt. Sofern die Kapitalmärkte sich nicht deutlich erholen, kann eine gewisse Entspannung nur durch eine strikt auf Profitabilität ausgerichtete Versicherungstechnik erreicht werden.
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| Doris Keicher, Frankfurt (+49) 69 33999 225 doris_ |
| Zurück zur ÜbersichtAustrian Bank OKB Eur3 Billion Certificates of Deposit Program Assigned 'A-1+' Short-Term Rtg | LONDON (Standard & Poor's) Aug. 30, 2002--Standard & Poor's Rating Services said today it assigned its 'A-1'-plus rating to the €3 billion certificates of deposit (CD) program issued by Oesterreichische Kontrollbank AG (OKB; AAA/Stable/A-1+). The ratings on OKB benefit from the bank's prudent management and stable financial profile, including an extremely low-risk loan portfolio, made up almost entirely of fully secured loans granted under the OKB's export financing schemes. "Comfort is also taken from the public policy role that OKB plays as Austria's sole agent for the administration of export guarantees, and the fact that the bank is content with its role as a specialist provider of export-related services and has no intention to substantially change its business model," said Standard & Poor's sovereigns credit analyst Moritz Kraemer. In contrast to most of OKB's obligations the CD program itself does not enjoy a guarantee from the Republic of Austria (AAA/Stable/A-1+). OKB, with total assets of €24.6 billion in 2001, supports the government's policy objectives in the Austrian export industry by administering the Republic's export guarantees and providing medium- and long-term financing to banks and foreign importers for export transactions involving Austrian exporters. In the field of export financing, OKB acts as a refinancing institution. As a general rule, the refinancing provided by OKB is fully secured by Austria's export guarantees for the underlying transaction or, to a lesser extent, by private credit insurance. OKB has never suffered a loan loss, and because the asset portfolio is almost entirely made up of secured and state-guaranteed loans, risk-weighted capital ratios are very strong.
"In light of the solid fundamentals and in particular that the bulk of its lending activities is guaranteed by a triple-'A'-rated sovereign, Standard & Poor's ratings treat both OKB's guaranteed and nonguaranteed debt equally as long as the latter remains at currently anticipated levels and excellent asset quality is maintained," Mr. Kraemer added.
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| Credit Analyst: Moritz Kraemer, London (44) 20-784 |
| Zurück zur ÜbersichtBULLETIN: ABB Ltd. Announces Sale of Structured Finance Business to GE Commercial Finance | Standard & Poor's Ratings Services said today that the announcement by Switzerland-based engineering group ABB Ltd. (A/Negative/A-2) of the sale of most of its structured finance business to GE Commercial Finance for total cash proceeds of about $2.3 billion, will not affect the ratings or outlook on the company. Although this is a favorable development, which reflects management's commitment to focus on core industrial operations and to strengthen the company's capital structure, the asset sale was expected, and is already incorporated in Standard & Poor's ratings and outlook. The transaction will lead to a reduction of net debt of about $2.3 billion. To maintain the current ratings, it will be essential for ABB to improve operating cash flows in the second half of 2002 and continue its announced asset divestiture program.
Standard & Poor's remains concerned by ABB's asbestos exposure, which showed a slight increase in new claims filed in the first half of 2002 (compared with the second half of 2001), and by the significant increase in settlement costs prior to insurance reimbursement to $107 million (up from $69 million in the second half of 2001).
| ANALYTICAL E-MAIL ADDRESSES
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ralf_kortuem@standardandpoors.com
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This report was reproduced from Standard & Poor's RatingsDirect, the premier source of real-time, Web-based credit ratings and research from an organization that has been a leader in objective credit analysis for more than 140 years. To preview this dynamic on-line product, visit our RatingsDirect Web site at www.standardandpoors.com/ratingsdirect. Standard & Poor's.
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| Credit Analyst: Maria Bissinger, Frankfurt (49) 69 |
| Zurück zur ÜbersichtDeutsche Borse Assigned 'AA+/A-1+' Ratings; Outlook Stable
| PARIS (Standard & Poor's) June 26, 2002--Standard & Poor's said today that it had assigned first ratings to Deutsche Börse AG (DBAG). Double-'A'-plus long-term and 'A-1'-plus short-term counterparty credit ratings were assigned. The outlook is stable. "The ratings on DBAG are based on the institution's strong position in the European capital markets, low risk profile, strict risk-management oversight and protective margin collateral systems, and good financial profile," said Emmanuel Volland, a director in the Financial Institutions Group in Standard & Poor's Paris office. "DBAG has become a critical component of the European capital markets, through investment in technology and the successful execution of a well-thought-out expansion strategy." A point of uncertainty is the fast-moving environment in which the company operates. Rapid consolidation could significantly change the relative commercial position of the key players of the securities exchange, clearing, and settlement sector in the near term.
DBAG is a vertically integrated exchange organization that provides trade execution and clearing services to the German equities and European derivatives markets. The company also provides technology to other exchanges, and sells information-based products to market participants. "DBAG is currently finalizing the acquisition of Cedel International, which owns 50% of Clearstream International (CI)," Mr. Volland noted.
DBAG is well positioned to take advantage of the expected consolidation among the exchanges and clearinghouses in Europe. The company should benefit from continued increases in trading volumes in line with the development of European capital markets, although downward pressure on transaction fees could offset the increase in volumes. DBAG's future debt leverage will be a key element in the future direction of the ratings. Another large transaction (similar to CI) that increased DBAG's debt leverage would have a negative impact on ratings.
DBAG's profitability is adequate. While operating performance benefits from multiple revenue sources, profits remain vulnerable to changes in the volume of trading on the markets DBAG operates. The two primary exchanges of DBAG are the German stock exchange and Eurex, one of the largest derivatives exchanges in the world. Transaction volumes in these two main markets tend to be inversely correlated--a positive factor for DBAG.
One of the main sources of risk for DBAG is the credit risk emanating from Eurex Clearing's position as a central counterparty (CCP) for the trades of clearing members. However, admission standards for Eurex Clearing are high, and margin-setting requirements and procedures are conservative. Other financial backstops, notably intraday margin calls, margin stress tests, and trade monitoring have been reinforced recently.
DBAG's capital position is much improved after the company's successful initial public offering (IPO) in 2001 and an additional €400 million raised in the second quarter of 2002. Capital is good with respect to potential residual credit exposures related to Eurex Clearing and the operational risks of the custody business
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ANALYTICAL E-MAIL ADDRESSES
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| Zurück zur ÜbersichtRepublic of Austria's EMTN Program Affirmed at 'AAA/A-1+' and Raised by €10 Bil | LONDON (Standard & Poor's) March 1, 2002--Standard & Poor's said today it affirmed its triple-'A'/single-'A-1'-plus senior unsecured debt rating on the Republic of Austria's (AAA/Stable/A-1+) euro medium-term note program, which has been raised by EUR10 billion. This action reflects the Republic's strong credit standing. The total volume of the program is now EUR15 billion. "Austria has made significant progress in consolidating its public finances. As recently as 1999, it had the highest general government deficit in the EU, at 2.3% of GDP. As a result of coordinated efforts at all levels of government, the budget ended near balance in 2001," said Standard & Poor's credit analyst Moritz Kraemer.
Austria exceeded its fiscal targets in both 2000 and 2001. Standard & Poor's forecasts a modest government deficit of 0.5% of GDP in 2002, as positive onetime revenue effects that had supported fiscal consolidation in 2001 will disappear. A balanced budget is expected for 2004.
Primary surpluses have increased steadily and are projected to exceed 2.5% in 2002. As a result of budgetary prudence, gross general government debt is expected to fall to 60.0% of GDP by year-end 2002, from 61.6% in 2001 and almost 70.0% in the mid-1990s. Standard & Poor's estimates that the debt ratio will continue to fall, to reach 56% by 2004.
Slowing demand had hit Austria in 2001, with GDP growth falling to 1.1%, from 3.0% in 2000. The economy is expected to recover by the second half of 2002 and to grow by 3% in 2003. Austria's flexible and competitive economy has been able to withstand the global slowdown better than some of its 'AAA' rated peers. Unemployment has remained low at about 4% (using the Eurostat definition). The Republic also enjoys high balance of payments flexibility as a result of EMU membership.
In the medium term, the ratings on Austria should remain secure. The country's strong credit standing is underpinned by a growing national consensus in favor of fiscal consolidation and a gradually decreasing public debt burden. "Nevertheless, in the longer term, Austria's aging population will lead to increased public spending obligations in pensions, health, and long-term care," Mr. Kraemer added. "Fiscal strategy will, therefore, need to be reinforced in order to confront these very significant future demographic pressures."
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Published by Standard & Poor's, a Division of The McGraw-Hill Companies, Inc. Executive offices: 1221 Avenue of the Americas, New York, NY 10020. Editorial offices: 55 Water Street, New York, NY 10041. Subscriber services: (1) 212-438-7280. Copyright 2002 by The McGraw-Hill Companies, Inc. Reproduction in whole or in part prohibited except by permission. All rights reserved. Information has been obtained by Standard & Poor's from sources believed to be reliable.
| Analyst: Moritz Kraemer, London (44) 20-7847-7114; |
| Zurück zur ÜbersichtDeutsche Lufthansa AG Assigned 'BBB+/A-2' Ratings; Outlook Stable | Analyst: Virginie Casin, London (44) 20-7826-3738; Philip Baggaley, CFA, New York (1) 212-438-7683
LONDON (Standard & Poor's) Dec. 20, 2001--Standard & Poor's today assigned its triple-'B'-plus long-term and 'A-2' short-term corporate credit ratings to Deutsche Lufthansa AG (Lufthansa), the Germany-based aviation group. The outlook is stable. The ratings on Lufthansa reflect its position as:
Europe's second-largest airline in terms of passenger traffic (81.4 billion revenue passenger-kilometers in 2000); The world's second-largest carrier in air freight transport; and The world's leading civil aircraft maintenance and in-flight catering provider. Despite strong market positions and a moderate financial profile, the ratings are constrained by challenging volume and pricing pressures in most of Lufthansa's markets, and increased debt levels associated with the acquisition of the remaining unowned shares in catering unit Sky Chefs in 2001. Passenger airline activities generate about two-thirds of Lufthansa's total revenues. The group benefits from being by far the largest airline at Frankfurt airport (Europe's third-largest) and a leading participant in the Star airline alliance. Star partners include Lufthansa and its 100%-owned regional carrier Lufthansa CityLine GmbH, as well as U.S.-based United Air Lines Inc. (BB-/Watch Negative/--), Singapore Airlines Ltd., Scandinavian Airline System AB, and Austrian Airlines GmbH (all not rated). Lufthansa and United have antitrust immunity on routes between their respective home countries, allowing them to operate in close cooperation. Together, Star partners offer one of the most comprehensive route networks for intra-European and intercontinental destinations, and their transit hubs have relatively large catchment areas. Lufthansa's airline operations (passenger and freight) have competitive operating and maintenance costs thanks to a performance-related pilot compensation scheme, a young and relatively homogeneous aircraft fleet, and a sensible network organization. The profitability of Lufthansa's passenger operations is suffering, however, from lower traffic and yields since the Sept. 11, 2001, terrorist attacks in the U.S. and ensuing economic downturn. Lufthansa is the world's largest provider of civil aircraft and component maintenance, repair, and overhaul (MRO) services, and of in-flight catering. These and other airline-related activities tend to have greater stability than passenger and freight traffic, because they benefit from airline travel growth and from the trend toward outsourcing by airlines worldwide. Nevertheless, the in-flight catering and, to a lesser extent, MRO divisions will be impacted in 2002, as they were in the second half of 2001, by airlines' drastic cost-reduction measures and lower aircraft usage. Lufthansa's financial profile was quite strong during the late 1990s and through 2000, reflecting solid profitability and low debt usage. More recently, the airline industry downturn has depressed revenues and profits and debt levels have increased, although the group's financial position remains one of the best in the global airline industry. Lufthansa posted revenues of €15.2 billion ($13.7 billion) and a net profit of €689 million in 2000. The group's earnings before interest, tax, depreciation, amortization, and rental (EBITDAR) margin declined gradually from 1998 to 2000, but was still one of the strongest in the industry. Despite the rapid implementation of drastic cost-reduction initiatives, losses are expected in 2001 and 2002, or for as long as pricing and yield pressures remain. Over the longer term, Lufthansa is well positioned to recover and take advantage of the difficulties of financially weaker competitors. As a result of the group's €1.3 billion purchase of the remaining interests in Sky Chefs in June 2001, and weaker-than-usual cash flow generation in the aftermath of Sept. 11, 2001, Lufthansa's balance sheet structure weakened in 2001. At Sept. 30, 2001, its lease-adjusted debt to capital ratio exceeded 50% at year-end 2001, and the net debt-to-equity ratio was two-to-three times higher than management's target level of 40%-50%. Lufthansa envisages the disposal of a stake in its catering arm and, potentially, other assets, to help return to this target level toward 2004 or 2005. The group's funds from operations-to-total debt ratio is also expected to remain under pressure over the next few years, much lower than the healthy 40%-75% achieved between 1998 and 2000. Lease-adjusted net debt to capital is expected to remain below 70% in the medium term. In the current industry environment, such a ratio is respectable for the airline industry, where the ability to raise finance through aircraft-secured funding is expected to remain high in the long term. Lufthansa has strong financial flexibility and a high proportion of unencumbered aircraft and other assets. Standard & Poor's expects management to generally adhere to its policy of holding about €400 million of cash in excess of short-term debt. OUTLOOK: STABLE The ratings on Lufthansa take account of expected near-term losses and a gradual recovery to more satisfactory operating results, as well as the possibility of an extended period before the sale of the catering unit becomes attractive. However, the group's strong business position and good financial flexibility minimize the risk of credit deterioration and should allow restoration of a financial profile appropriate to the current rating.
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